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Mittwoch, April 18, 2007

Ein Rhaunen geht durch den Wald – Begegnung mit Sirona und dem geilen Hugo

Um den Ort des Marathons zu erreichen, fuhr ich Sonntag in aller Frühe nach Rhaunen.
Man mag am Gesichtsausdruck ermessen, dass es sehr früh war, als ich losfuhr !
Dort oben begann die Wanderung

Rhaunen ist eine Gemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Der Ort ist gleichzeitig Sitz der Verbandsgemeinde Rhaunen. Rhaunen liegt am Idarwald im Hunsrück in einem weitläufigen, wasserreichen Talkessel. Dieser Talkessel trennt das Idarwaldmassiv vom Sonnwaldmassiv. In der Ortslage von Rhaunen mündet der Lingenbach in den Rhaunelbach , dieser mündet wie der Näßbach, der Macherbach und der Büdenbach in den Idarbach.

Schon am Beginn der Wanderung standen Gebote und Verbote. Durchaus sinnvoll, bei der momentanen Trockenheit des Waldes.


Fragen über Fragen, was hat die römische Göttin SIRONA mit einem Wesen namens 'Geiler Hugo' gemein?

Eigentlich gar nichts, wäre da nicht der TuS Rhaunen, der den 33.igsten IVV Wandermarathon veranstaltet hat, am 14/15 April 2007. Zuerst dachte ich an einen Scherz, durfte aber dann feststellen, dass der humorige Hugo auf durchaus nette Art und Weise durch die unterschiedlichen Etappen des Marathon führte und auf nette erklärliche Weise den ortsfremden Läufern und Wanderern die Besonderheiten an der Wegstrecke erklärte.

So eine Marathonwanderung hat immer etwas Faszinierendes. Morgens erwacht man sozusagen laufend gemeinsam mit der Natur.

Dazu Herr Goethe :
Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen – unvermögend, aus ihr herauszutreten, und unvermögend, tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.


Hier hat Goethe mehr als Recht. Nach 8 Stunden ununterbrochenem Laufen bleibt als Konsequenz die Ermüdung der Glieder. Dafür erwacht der Verstand !


Vorbei an den einzelnen Verbandsgemeinden, die von dem 'Geilen Hugo' nett dargestellt werden, geht es durch wundervolle Landschaften, imposante Wälder und stille Fluren.


Dazu Herr Goethe:
Findet sich hingegen in besonders begabten Menschen jenes gemeinsame Bedürfnis, eifrig zu allem, was die Natur in sie gelegt hat, auch in der äußeren Welt die antwortenden Gegenbilder zu suchen und dadurch das Innere völlig zum Ganzen und Gewissen zu steigern, so kann man versichert sein, dass auch so ein für Welt und Nachwelt höchst erfreuliches Dasein sich ausbilden werde.



Damit hat Goethe einmal der Faszination NATUR Ausdruck verliehen, als auch den denkenden Menschen, die die Natur im ERLEBEN erfahren. Dazu gehören Marathonwanderer mit großer Wahrscheinlichkeit.


Auch ohne Herrn Goethes Einlassungen bleibt die Natur in ihrer Getriebenheit, in ihrer unvollkommenen Vollkommenheit eine wahre Augenweide. Alle Versuche des Menschen, die Natur zu zerstören, oder sie in seinem Sinne zu verändern, sind, wie man unschwer in der Natur sehen kann nicht von ewiger Dauer.


Acht Stunden im Hunsrück, acht Stunden eins mit der Natur – ein Traum und das bei unbeschreiblich schönem Juniwetter im April. Böse, wer dahinter sofort eine Klimakatastrophe vermutet.
Hierzu Herr Goethe :
Sie schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie; was war, kommt nicht wieder – alles ist neu und doch immer das alte. Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremd. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie.

Auch Hoimar von Ditfurth hat in seinen Werken ähnliche Ansichten geäußert.


Selbst der Sturm Kyril, der wahre Verwüstungen hinterlassen hat, sorgt durch sein wüstes Geblase für zerstörte Bäume, die aber wiederum ihrerseits neuen Humus bilden für neue Bäume.


Beim Wandern werden diese Spuren deutlich.


Doch weiter über Wiesen und Weiden, vorbei an Rapsfeldern, die von Bauern angepflanzt wurden. als noch keine Steuer auf Biodiesel angesagt war. Nun haben die Politiker, die ja wahrlich an Dummheit durch Nichts mehr zu überbieten sind, eine Steuer auf Biodiesel eingeführt, was die Rapsbauern quasi wieder um Jahre zurückwirft. Darf man zu solchen Infantilitätsschwuchteln DEPPEN sagen ? Anstatt die Umwelt zu schützen, werden zarte Pflänzchen mal wieder ohne Not kaputt getrampelt.


Immer wieder weist der 'Geile Hugo' freundlich den Weg. Auch durch kleine Gemeinden mit unglaublich herrschaftlichen Häusern geht der Weg.


Schön der Originalnachbau einer Römischen Villa, die vor vielen Jahren unter dem Namen VILLA RUSTIKA den alten und jungen Römern unter der geistigen Federführung der Göttin Sirona, einer Freundin des Apoll, zur Gesundung und Erbauung dienen. Mit ein wenig mehr Werbung, könnte man aus dieser Villa eine richtige Touristenattraktion machen !


Am Ende des Wandermarathons fühlt man sich erschöpft, aber glücklich. Ein Dank allen Organisatoren des RHAUNEN MARATHONS 2007 – die Organisation war Spitze, die Versorgung mit Wasser und anderen Getränken Super und das Wetter sowie die ausgesuchte Strecke einwandfrei.


Nochmal Herr Goethe :
Die Menschen sind all in ihr und sie in allen. Mit allen treibt sie ein freundliches Spiel und freut sich, je mehr man ihr abgewinnt. Sie treibt’s mit vielen so im Verborgenen, dass sie’s zu Ende spielt, ehe sie’s merken.

Dienstag, April 17, 2007

Montag, April 09, 2007

1. Hahnenbachtalmarathon am 7. April 2007




Aufstehen um 3:30 in der Nacht, in Ruhe duschen, sich langsam an den Tag gewöhnen, einen Ausdruck erstellen über einen Routenplaner für die Fahrt, ich selber bin kein Fan von Navigationsgeräten, weil die mich zu sehr vom Fahren ablenken- lieber ne grobe Routenbeschreibung und dann den Schildern nach - der IVV schildert ja auch immer ganz gut aus und dann klappert das schon :)
Für mich immer wieder eine interessante Erfahrung, wie die Lust auf den Marathon, also nicht das Rennen, wie ein Hamster in der Trommel auf Zeit, sondern das Laufen mit MP3 Player Kopfhörern im Ohr und der Natur um sich im Einklang, mit jeder Sekunde steigert. Ja, ich kann sagen, ich fiebere dem Start entgegen, auch eine völlig individuelle Geschichte, man meldet sich an, viele Marathonesen laufen über ihren Verein, bekommt ein Kontrollkärtchen und stürzt sich in die Wildnis.
Geführt von roten Bändern an den Wegen und Kreidemarkierungen an den Wegescheiden. So kann man auch als Ortsunkundiger und bar jeder neuen technischen Medien wie GPS oder ähnlichen Spielereien seinen Weg gut finden.
In unterschiedlichen Abständen finden sich Kontrollstellen, an denen man den verlorenen Elektrolythaushalt wieder aufstocken kann. Auch was zu Essen gibt es dort. Vornehmlich Käse und Wurstbrötchen. Da ich kein Fan von Weißmehl bin, bringe ich mir immer Graubrot oder Roggenvollkornbrot mit und verzehre das dann aus Solidarität mit den Mitläufern auch an den Kontrollstellen.


Das Marathonwandern ist ein Kraftquell. Mit jedem Schritt, wird man ein Stück freier im Kopf und die permanente Sauerstoffzufuhr, die nur ein wenig getrübt wird, wenn man auf Straßen wandern muß kurzzeitig, sorgt für gute Durchblutung der Hirnarterien und den ganzen anderen Innereien, die der Mensch so lebenslang mit sich rumschleppt.

Nach Harpe Kerkelings Ausflug verbunden mit seiner laxen Feststellung : ICH BIN DANN MAL WEG, wird wohl mehr und mehr der Ehrgeiz eines Joschka Fischer oder sowieso Steffny ein Ende finden.
Ich glaube, je tiefer man in die Perspektive einer Marathonwanderung eintaucht, die Gegend auf sich wirken lässt, das Eintauchen in die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten der Anrainer- man läuft zwar nur vorbei, aber durch die Intensität der Wanderung sieht man doch viel mehr als ein Läufer je wahrnehmen würde. Je tiefer also man sich den Menschen, der Natur und sich selber nähert, desto größer die innere Befriedigung etwas er "LEBT" zu haben.
Auf 42 km Länge in einer gelaufenen Zeit von 8 - 9 Stunden erkennt man mehr von sich, als in 100erten von ungenutzten Stunden auf der Couch vor der Glotze.
Seit einem Jahr fröhne ich der Leidenschaft des Marathonwanderns und bedauere es eigentlich nur ein wenig, dass ich nicht schon früher auf den "Trichter" gekommen bin, den Weg als das Ziel anzusehen und nicht in der Strecke eine Strafe für eine mögliche Zeitmessung zu sehen.
Erst durch die Erfahrung bei den Marathonläufen habe ich verstanden, was es heißt Natur zu erwandern. Das ist nichts Böses, nichts dumm Traditionelles, nichts was zu kritisieren wäre- es ist einfach nur schön.
Und wenn man dann dabei auch noch interessante Dinge erfährt, wie hier der kleine Schlenker über den SIRONA Weg, dann hat sich der Marathonlauf einmal mehr gelohnt.



Die Göttin Sirona wurde als Heilgöttin hauptsächlich im östlichen Frankreich, Moselraum und im Oberrheingebiet verehrt. Sirona war die Gefährtin des Apollo und wurde besonders in Heilbädem und Heilquellen um Hilfe angerufen und verehrt. Der nach ihr bezeichnete Weg führt auch durch das Hahnenbachtal. Die abwechslungsreiche Route führt durch Wald, an Waldrändern vorbei, über freie Höhenzüge hinweg, durch Flusstäler und Siedlungen.Naturdenkmäler und Aussichtspunkte finden sich ebenfalls entlang des Weges

Wandern, auch schnelles Wandern, ist mehr als nur sportliche Ertüchtigung. Dies ist zwar keine neue, aber eine bemerkenswerte Erkenntnis. Während Menschen wie Joschka Fischer bei dem langen Lauf zu sich selber gescheitert sind, Rennradler und Ironmänner immer noch und das mehr als je, ihrer körperlichen "Unsterblichkeit" hinterherhetzen immer im Kampf mit kleinsten Nanoeinheiten sekündlicher Lebensphilosophien, entdeckt der Wanderer die ganze Bandbreite menschlicher Möglichkeiten, die immer wieder in der Aussage gipfeln :
DER WEG IST DAS ZIEL

Sonntag, April 08, 2007

PotzblitzcastNOTready

Was habe ich mich geärgert !! Wie sauer bin ich !!! Okay, den Angela Merkel Blog hab ich für mich noch abgehakt unter dem Rubrum : Wir segeln mit auf dem Infoschiff - tätschel...braaav
Aber als ich jetzt las, dass der Gründerpreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Technologie an Studenten aus Weimar ging, die eine Möglichkeit gefunden haben, Podcasts auf handelsüblichen MP3 Playern zu ermöglichen, war ich natürlich zuerst einmal angetan, ob der tollen Idee. Dann habe ich mich flugs auf die Seite gemacht und finde nur Englisches Werbegesabber aus der Gegend um Houston Texas. Hallo ? War das ein deutscher Förderpreis ? Ich musste mich also anmelden und wurde, rein statistisch und werbe technisch gefragt, ob ich mir denn auch ADULT MATERIAL zusenden lassen wolle mit der Registrierung. Hä ? Ich dachte das wäre ein Innovationspreis und keine Pornonummer. Okay, soweit so gut. Ich lud mir also das kleine Gadget herunter und absolut nix funktionierte. ABSOLUTER SCHROTT und das alles in Englisch :) Da frage ich mich doch, ob es in diesem degutanten Ministerium überhaupt jemanden gibt, der weiß, was er da bepreist und auswählt ? Mit Verlaub, ich finde einen derartigen Dilletantismus nur schandbar. Ach ja, und das angegliederte Forum ist sowas von ungenutzt und öde, dass es mir sehr spanisch vorkommt, ob dieses lächerliche Gadget überhaupt auf einem MP3 Player jemals funktioniert hat. Aber was soll's - Komerzialisert haben wir es ja schon mal !

Montag, April 02, 2007

BIG BROTHER .....

..gibts die DUMMBATZ THERAPIE Stunden im Häuschen noch ?

Dienstag, März 27, 2007

Zeit


War eben gestern
Erlebt
Geatmet
Und schon im neuen Bild
Ersetzt vorbei und
Gleich
Wieder
Neu
Schritte erzählen
Von Neuem Altem
Zeit



Sonntag, März 25, 2007

German Beer

This is a tribute to german beer, especially beer from KIRN. Spoken by Norbert B.

5 Kyrburg Marathon, die Zweite




Tja, wie das bei neuen Techniken so ist, irgendwie gibts manche Dinge die nicht so klappen, wie man sich das vorstellt, ich hatte nach der Embeddung des You Tube Links nicht mehr die Möglichkeit den Thread weiterzuführen, also mache ich jetzt halt hier weiter, will sagen, der Anfang kommt dann weiter unten :) - würg also - weiter gehts im Text. Nachdem Norbert . s. u. erklärt hat, was denn ein Volkslauf so ist, sind wir in der Einsamkeit der Kirn Sulzbacher Wälder auf etwas sehr interessantes gestossen !
Nicht nur, dass wir sozusagen über Stock und Stein gingen, nein, wir gingen auch über die Brücke aller Brücken, wie auf dem Holzschild etwas schwer zu lesen ist, eigentlich die Mutter aller Brücken, die bekannte und in Geschichte und Geographie als die berühmteste Brücke Kirn - Sulzbachs gilt, die ESELSBRÜCKE.. hier der nachgerade verblüffende optische Beweis über die wirkliche Existenz dieser Brücke, die für Jahre als unauffindbar galt !


Das wirklich Schöne an den Marathonwanderungen ist es, dass man in regelmässigen Abständen auf sogenannte Kontrollstellen stößt , die von Einheimischen Wanderfreunden vorgehalten werden und bei denen man warme und kalte Getränke bekommen kann und seine Wanderkarte abgestempelt bekommt. Dabei ist auch der Genuss eines Bierchens, hier das wohltemperierte und beliebte Kirner Pils erwähnenswert.








Mir ist zu Ohren gekommen, dass es Wanderer gibt, die aus dem Beschiss um die richtig ausgefüllten Kontrollkarten eine Wissenschaft machen, um sich die Aufnäher, die man für einen erfolgreich absolvierte Marathon bekommt zu erschwindeln. Dabei stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, sich die Aufnäher nur dann zu gönnen, wenn man sie selber guten Gewissens erlaufen hat. Aber damit soll jeder selber fertig werden. Mir erscheint der Trend, wie ja auch bei den Profis im Leistungssport (Doping Tour de France) überflüssig - aber wem es hilft, der mag halt weiter schummeln, wenn es denn der eigenen Identitätsfindung dient.
Mir ist es wesentlich lieber die Wanderung komplett zu absolvieren - macht einfach mehr Spass.


Was man bei den Wanderungen feststellen kann, ist, dass es wahrlich nicht nur des Müller's Lust ist, auch Herr Bartnik war ob der Vielfältigkeit der vorbeifliessenden Natur sichtlich beeindruckt und stellte, gerade gegen Ende der Marathon Wanderung sehr viele Längenvergleiche her. Es ist sehr schwer, sich während der Wanderung die Längen, die man gelaufen ist vorzustellen, da gerade gegen Ende eines Marathonlaufes, das Wunschdenken über zurückgelegte Streckenabschnitte dann doch oft an der harten Realität zerbricht.
Meist hat man noch mehr vor sich , als man denkt :)





Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, eine der liebevollen, meist in Garagen untergebrachten Kontrollstellen anzulaufen, in denen man mit Brötchen und Getränken versorgt wird und sein Stempelchen erhält. Auch sind die Menschen dort sehr nett und verständig, wissen sie doch um die Leistung des Einzelnen sich einer Laufstrecke von 42,7 oder gar 50 km des Wanderns zu unterziehen. Indes, die ungläubigen Blicke der vorbeifahrenden Autofahrer sind wohl Lohn genug, sich den Tort anzutun und stundenlang durch Wälder und Auen zu streifen. Was gibt es Schöneres als zu wissen, dass eben jener vorbeifahrende Autofahrer möglicherweise Medikamente zu sich nimmt, die nur dessen eigene Bewegungsunfähigkeit kompensieren. Ist das nun Schadenfreude ? Naja, irgendwie auch eine gedankliche Brücke über die Last der 42,7 Km, die man per Pedes zurückzulegen gedenkt.




42 Kilometer unterwegs, das bedeutet Wälder, Wiesen, Landstrassen, Kühe, Menschen, Bäume und alles in allem Kontakt mit der Natur, einfach und ohne Hilfsmittel zwar, aber direkt, schön und unmittelbar. Was für ein Genuß !

Könnte oder sollte man das Wandern zusammenfassen, dann könnte man als Wanderer freundlich aufatmen und sich wohlig in Gedankenbildern ergehen, die man sich in schier endlosen Läufen durch die Natur in seinem Gehirn gespeichert hat, immer wieder abrufbar und verfügbar und einfach UNBEZAHLBAR.

Weit ab von Skateboardern, Inlineskatern, Skiliftern und Loiperern, weit ab von Statussportarten aller Art, weit ab von "wichtigen" Menschen in bunten Klamotten bei der Durchführung ihrer meist total langweiligen Trendsportarten. Einfach nur Natur ... Danke :)





5. Kyrburg Marathon


Wenn man die Absicht hat, einen Volksmarathon zu laufen, dann sollte man früh aufstehen, um rechtzeitig zum Ort des Ereignisses zu gelangen.
Dabei empfiehlt es sich, sich durch den Einsatz entsprechender technischer Geräte wach zu halten.



Wenn man dann am Ort des Geschehens angelangt ist, sollte man sich nach einer Anmeldung mit einem Freund verabreden, um die Last des Gesamtmarathons gemeinsam zu tragen. Heute war mein Marathon Gast Herr Norbert Bartnik, seines Zeichens ein wohlbekannter und renommierter Journalist aus dem Darmstädter Raum.

Nach dem Erhalt der Startkarte, beginnt man dann in Taufrischer Morgenfrühe, so gegen 7.00 Uhr das Abenteuer "Marathon". Leider war das Wetter an jenem legendären 24igsten März in Kirn Sulzbach alles andere als einladend - aber was soll's, wenn einem mal der Ehrgeiz gepackt hat, einen Marathon durchzuziehen, dann macht man das dann auch meistens. Es sei denn, körperliche Gebrechen aller Art hindern einen daran diese monumentale Strecke zu überwinden. Hier wäre noch zu erwähnen, dass auch einige der mutigsten Läufer die 50 km Strecke gewählt hatten. (würg)
Nun denn, so versorgt mit Startkarte und einem Kaffee für's Gröbste, gings dann los. Bei einem Volksmarathon gibt es keine direkten Massenstarts, sondern jeder Läufer nimmt die Tortur der Gesamtstrecke sozusagen für sich alleine in Angriff. Wobei es dann doch viele Zeitgenossen gibt, die im Sinne eines unbeantworteten inneren Leistungszwangs diese Strecke in der kürzesten aller nur denkbaren Zeiten durchzustehen gedenken. Ich darf sagen, dass Herr Bartnik im Laufe der 9 Stunden, die unser Lauf währte, manchmal jene teuflischen Gedanken in sich verspürte, den Lauf durch ungeordnetes Rennen und Hasten zu verkürzen. Aber davon später mehr...
Der Regen bildete ein undurchdringliches Band des grauen Wassertodes über unseren Köpfen und eigentlich war die Stimmung sehr novemberlich - ein Volkstrauertag hätte, von der Stimmung her, nicht besser sein können.
Auch über den Tag machte das Wetter keinerlei Anstalten sich freundlicherweise in irgend einer Form zu bessern.


Norbert und ich ließen uns aber dennoch nicht vom Wetter in unserer Grundstimmung erschüttern, im Gegenteil, es fanden ja auch an jenem Kyrburg Marathon Tag auch gleichzeitig die 50 Jahre Feiern der Geburt der Europäischen Union in Berlin statt, so dass uns dieses weltumspannende Ereignis dann doch ein wenig mit der Last der Klimakatastrophe versöhnte.
Wir entschlossen uns einstimmig, der Natur in ihrer tristesten Form ein persönliches SO NICHT oder GLÜCK AUF entgegenzusetzen.
Ein Entschluss, den wir auch späterhin nicht bereuten.







Norbert, der wie ich , sehr international eingestellt ist, hat sich von mir dazu überreden lassen, einen freundlichen gefilmten Gruß von diesem Marathon an die gesamte Welt zu richten, der hier nun folgt.

Sonntag, März 18, 2007

Nachtrag zur Ce Bit

Hab ich's nicht gesagt ? Die Ce Bit als Innovationsmesse ist total überflüssig ! Und wenn man hinfährt, wird man von Ostblockbanden sogar noch beklaut, weil die deutsche Polizei irgendwie nicht mitbekommen hat, dass da organisierte Banden gerne mal bei Messen so rumklauen. Jetzt haben sie sogar dem alten Herrn Back vom Computerclub sogar seinen Laptop geklaut :(

Mittwoch, März 14, 2007

Die Ce Bit ist tot ! ..nur, keiner hat es bemerkt !

Mal ein Post in Fett und Rot. Ich wollte nur mal kurz mitteilen, dass die Ce Bit, die jetzt ja anfängt bereits tot ist. Das Internet hat sie getötet und zu einer überflüssigen Prospekt und Anzugmesse verkommen lassen. Das ist gut so. Zwar werden die Prostituierten in Hannover wieder ein paar Bonuspunkte gut machen und der Alkohol auf dem Oktoberfeststadl auf der Messe wird reichlich fliessen. Ich kann heute noch den Urin und Kotzgeruch riechen, wenn ich an die vielen frustrierten Büroanzugskommunikatoren denke, die mit ihren Schlepptopps und Hauhandys überall mit traurigen Bernardineraugen an den Massen von Prospektschleppern und MP3 Klauern vorbei geschlappt sind.
Nach Jahren frage ich mich dann doch mal, was hat die Ce-Bit gebracht, ausser Verwirrung , falschen Prognosen und einer unübersehbaren Produktvielfalt ? NIX !
Aber, sie ist halt immer wieder gut für eine kurzfristige Pressehype und bietet allen Pseudoberufenen, die ihren Senf über den laufenden Technologischen Fortschritt halt gerne im Nikotindunst und Alkoholmief im Kreise ihrer "Lieben" loslassen können, eine kurzfristige Bühne.
Für die Weiterentwicklung des Webs ( WEB 2 , 3, 4 etc) ist die Ce Bit überflüssig.
Das Internet hat seine eigenen Gesetze und braucht weder die Anzugsfuzzies noch das Messegelände in Hannover. Das gilt im Übrigen auch für die eine oder andere Messe, die man getrost in SECOND LIFE abhalten könnte. Da sind die Menschen (Avatare) attraktiver und es stinkt nicht nach Nikotin und Alkohol :)

Sonntag, März 11, 2007

Geriatric 27 bei YOU TUBE

Ein kleiner Hinweis. Wer sich über das interdependente und generationsübergreifende Internet informieren möchte, der kann mal auf YOU TUBE die Videos von GERIATRIC 27 ansehen. Dieser Mann ist jetzt 80 Jahre jung, liebt den Blues und berichtet aus einem Bungalow (sicher Altenstift) in Mittelengland. Sein kürzestes Video zeigt das Räumchen, aus dem heraus er videobloggt.
Das, was dieser Mann zu sagen hat, ist ausserordentlich interessant und veranlasst Legionen junger YOU TUBER, Menschen aus aller Welt, sich ihm gegenüber zu äussern. Sogar eine Doktorarbeit wurde jetzt über ihn verfasst, laut eigener Aussage. Die Thesis dieser Arbeit besagt unter anderem, Tools zum Nutzen des Internet, sowie neue technische Geräte sollten so gearbeitet sein, dass sie eine Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Generationen vereinen. Dies ist nur eine Erkenntnis, viel wichtiger erscheint mir die emotionale Komponente bei den Videoblogs von GERIATRIC 27. Hier kann man wohl von Altersweisheit sprechen, verbunden mit einer gehörigen Portion Charisma- Aura könnte man vielleicht auch sagen.
Hört man sorgfältig zu und betrachtet auch die Äusserungen der Jugendlichen, die sich an GERIATRIC 27 wenden, dann könnte einem Übel werden bei dem Gedanken, dass Legionen von Pädagogen und anderer dementer Erwachsener tagtäglich versagen im Umgang mit der Jugend und dabei auch noch für sich in Anspruch nehmen, sie hätten eine Botschaft. Vielleicht sollten alle Diejenigen, die meinen, exakte Botschaften zu haben, oder zu wissen, wie junge Leute ticken, einfach mal GERIATRIC 27 anschauen. Unhilfreich ist das sicher nicht !

Freitag, März 09, 2007

Sagenhaft

Die Luft wird klar
Das Leben fein
Der Frühling zieht ins Leben ein
Derweil

Noch kalt und fast schon warm
nicht reich und auch nicht arm
Die Sonne scheint
Der Mond ist hinter Wolken

Das Blümlein blüht
Der Schnee verglüht
Es ist soweit
Himmelswarme Frühlingszeit

Ach Poesie du Vielgeliebte
Verschwende nicht dein Herz
Denn merke allemal und auch schon gestern
Es fühlt wie du den Schmerz

Irgendwie hab ich's nich soo mit Frühlingsgedichten, obwohl Mörike - der hat schon was.

Samstag, März 03, 2007

Samstag, Februar 24, 2007

Dienstag, Februar 20, 2007

Nachtrag zum Komasaufen

Jetzt mal nach draußen gehen, es ist Fasching und zugucken, wie sich die Kiddies während der Fassnachtsumzüge die Kante geben. Eigentlich nur ein Schrei nach Beachtung, aber er verhallt ungehört.

Freitag, Februar 09, 2007